COSIMA FILMTHEATER
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Mittwoch, den 10.06.2026:
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Kein Engel ist so rein (1959/60)
... nur am Montag, 28. September 2026 um 17.30 Uhr im Cosima-Filmtheater !
BRD 1959/60 – 93 Minuten – Schwarzweiß
R: Wolfgang Becker
B: Eckart Hachfeld
K: Karl Löb – M: Erwin Halletz
D: Sabine Sinjen, Hans Albers, Peter Kraus, Horst Frank, Gustav Knuth, Walter Giller, Ingrid van Bergen, Ludwig Linkmann, Fred Kraus, Franz-Otto Krüger
Foto Quelle: DFF
Die Ablösung der „alten Garde“ wird hier schon im Vorspann deutlich: Die noch fast halbwüchsige Sabine Sinjen, gerade mit der Komödie „Stefanie“ groß herausgekommen, wird noch vor dem einstigen Superstar Hans Albers genannt, dessen letzter Film dies ist. Er spielt einen windigen Anwalt, der mit ein paar „schweren Jungs“, kaum sind diese aus dem Gefängnis entlassen, den nächsten großen „Bruch“ plant. In die Quere kommt ihnen eine naive
junge Heilsarmistin (Sinjen), die sie für ihre Zwecke mißbrauchen möchten, zumal diese gerade eigener Sorgen wegen für jede Zuwendung sehr empfänglich ist. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) stieß sich vor allem an zahlreichen Witzen und flapsigen Bemerkungen mit Bezug zu Religion. Den nach einem Drehbuch von
Eckart Hachfeld, der auch als Kabarettautor, Kolumnist („Amadeus geht durchs Land“) und Liedtexter bekannt wurde, entstandenen Film fletterte sie so heftig, daß der Regisseur Wolfgang Becker (1910-2005) aus Protest gegen die Verstümmelung seines Werks der Premiere fernblieb. Peter Kraus,
der hier als auf die schiefe Bahn geratener Bankierssohn eher eine Nebenrolle spielte, stand nach „Die Frühreifen“ ein weiteres Mal gemeinsam mit Sabine Sinjen vor der Kamera des renommierten Karl Löb, der wenig später vor allem bei zahlreichen Edgar-Wallace- und Karl-May-Filmen für die Photographie verantwortlich zeichnete. Peter Kraus’ Vater Fred spielte ein weiteres Mal den Vater der von seinem Sohn verkörperten Figur.

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© Cosima Filmtheater Berlin. All rights reserved. | Programming & Design: Uli Schmidt
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