COSIMA FILMTHEATER
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Mittwoch, den 20.05.2026:
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Eva Lichtspiele
Bundesplatz Kino
Berlin-Film-Katalog präsentiert nochmals
Gedächtnis - Ein Film für Curt Bois und Bernhard
... nur am Montag, 20. Juli um 17.30 Uhr im Cosima-Filmtheater!
Montag 20.07.
BRD 1981/1982 – 70 Min.– Schwarzweiß
R+B: Bruno Ganz, Otto Sander
K: Wolfgang Knigge, Michael Steinke, Uwe Schrader, Carl-Friedrich Koschnick, René Perraudin, Ingo Kratisch
mit Curt Bois, Bruno Ganz, Bernhard Minetti, Otto Sander, Fritz Walter
Foto Quelle: Commonfilm
Vor nunmehr fast vierzig Jahren spielten Bruno Ganz (1941-2019) und Otto Sander (1941-2013) die Hauptrollen in einem der mittlerweile berühmtesten Berlin-Filme: Wim Wenders’ „Der Himmel über Berlin“. Fünf Jahre zuvor hatten sie selbst einen sehr persönlichen und zärtlichen Berlin-Film geschaffen, der völlig zu unrecht lange Zeit in Vergessenheit geraten ist. In „Gedächtnis“ plaudern die beiden bedeutenden Mimen mit zwei älteren, nicht minder gefeierten Kollegen über die Stadt, den Schauspielerberuf, Anpassung und Flucht in der NS-Zeit: Curt Bois (1901-1991), der sei2
nem Naturell gemäß eine Anekdote nach der anderen weniger erzählt als vielmehr spielt – Begegnungen mit Bertolt Brecht und Buster Keaton, Charles Laughton und Fritz Kortner. Und Bernhard Minetti (1905 1998), der hier vor allem über sein Metier reflektiert – bis der Fußballfan im Olympiastadion die Stürmerlegende Fritz Walter trifft, wo dann auch über Sepp Herberger gefachsimpelt wird.
Kein Film über, sondern ausdrücklich „ein Film für Curt Bois und Bernhard Minetti“ soll dies sein – kein Portrait, sondern das Festhalten von Lebens- und Berufserfahrungen zweier großer alter Schauspieler, ein Film eben als Gedächtnis. Ganz unverkrampft wird aber doch ein Portrait daraus, gerade weil Ganz und Sander Mut
zur Lücke beweisen, sie nicht lange Leben, Rollen, Verdienste ihrer beiden betagten Kollegen referieren.
Was man womöglich ebenfalls erst bei genauerem Hinschauen bemerkt: Es gibt
in „Gedächtnis“ keine Begegnung von Minetti und Bois. Letzterer soll sie nicht gewollt haben. Denn was – wie diese Weigerung – in dem Film nicht erwähnt wird: Unter den Nazis – vor denen Bois flüchten mußte, was seiner Karriere einen dauerhaften Knick zufügte – stieg Minetti zu einem gefragten Schauspieler auf. So ist dies – im Nichtgesagten wie in den Gesprächen über Exil und Anpassung – auch ein Film über
die Berliner und deutsche Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, deren Folgen sich hier immer wieder ins Bild schieben. Etwa in Gestalt der großen, leeren Fläche, welche sich zwischen Martin-Gropius-Bau und Reichstag ausdehnt: Damals die Sektorengrenze zwischen Ost- und West-Berlin mitsamt des Todesstreifens. 1986/87 spielte Curt Bois dann in „Der Himmel über Berlin“ einen alten Mann der in dieser Gegend herumirrt und den verschwundenen Potsdamer Platz sucht.
Wir würdigen mit „Gedächtnis“ etwas verspätet den 125. Geburtstag von Curt Bois, den dieser am 5. April hätte feiern können.
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© Cosima Filmtheater Berlin. All rights reserved. | Programming & Design: Uli Schmidt
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