COSIMA FILMTHEATER

Sieglindestraße 10
12159 Berlin
U- und S-Bahn Bundesplatz
Tel.: 030 / 667 02 828
Fax.: 030 / 667 02 827
Wir zeigen heute,
Dienstag, den 29.09.2026:


15:30 Cosima:
Arrow Spaziergang nach Syrakus

18:00 Cosima:
Arrow Vaterland

20:15 Cosima:
Arrow Gentle Monster (DF)

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Pfeil Eva Lichtspiele
Pfeil Bundesplatz Kino
Von Halbstarken bis Hippies

Der Traum von Lieschen Müller (1961)

Jungsein in den 50er und 60er Jahren

... nur am Montag, 28. Dezember 2026 um 17.30 Uhr im Cosima-Filmtheater !



BRD 1961 – 92 Min. – Farbe – R: Helmut Käutner – B: Helmut Käutner, Willibald
Eser – K: Günther Senftleben – M: Bernhard Eichhorn – D: Sonja Ziemann,
Martin Held, Cornelia Froboess, Helmut Griem, Peter Weck, Georg Thomalla,
Wolfgang Neuss, Karl Schönböck, Bruno Fritz, Jo Herbst
Foto Quelle: DIF

Helmut Käutner, in den vierziger und fünfziger Jahren einer der bedeutendsten
Filmemacher Deutschlands, hatte einst als Akteur und Autor beim Kabarett
begonnen. Auch in seinen Filmen gab es immer wieder satirische Elemente und
(Selbst-) Ironie. Mit dem Musical „Der Traum von Lieschen Müller“ schuf er 1961
einen der außergewöhnlichsten deutschen Filme jener Zeit: eine überbordende
freche Satire um Karriereträume, Schein und Sein in der Ära des auf Hoch
touren laufenden Wirtschaftswunders, in Farbe und Scope, mit vielen Filmtricks,
extravaganten Szenenbildern und fulminanten Musiknummern. In der Geschich
te um Lieschen Müller, eine kleine, frustrierte Bankangestellte irgendwo in der
Provinz (Sonja Ziemann), die bei der Arbeit einnickt und davon träumt, wie sie
per Hochstapelei zur reichen Erbin und Finanzierin Liz Miller gemacht wird,
überzeugt Cornelia Froboess als deren selbstbewußte Schwester, die die Hälfte
des fiktiven Erbes einklagt. – Leider war Käutner mit einer seiner avanciertesten
Arbeiten seiner Zeit weit voraus: Nachdem der Film selbst beim Berliner Pre
mierenpublikum und den dortigen Kritikern auf wenig Verständnis gestoßen war,
schnitt die Produzentin und Verleiherin Ilse Kubaschewski an „Der Traum von
Lieschen Müller“ eigenmächtig herum und brachte ihn unter dem Titel „Happy
End im siebten Himmel“ neu heraus. Allerdings verhinderte auch dies nicht, daß
der teure Film zu einem Verlustgeschäft wurde. Daraufhin viele Jahre lang weit
gehend vergessen und nur noch äußerst selten zu sehen, liegt er inzwischen
digital restauriert vor, aber so noch nicht auf DVD oder ähnlichem