COSIMA FILMTHEATER
12159 Berlin
U- und S-Bahn Bundesplatz
Tel.: 030 / 667 02 828
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Dienstag, den 14.04.2026:
15:00 Cosima:
Siri Hustvedt - Dance around the Self17:30 Cosima:
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Schleppzug M17 (1932/33)
... nur am Montag, 4. Mai um 17.30 Uhr im Cosima-Filmtheater!
D 1932/1933 – 78 Min. – Schwarzweiß
R: Heinrich George
B: Willy Döll
K: Adolf Otto Weitzenberg
M: Alex Stone, Will Meisel
D: Heinrich George, Betty Amann, Berta Drews, Wilfried Seyfarth, Maria Schanda, Joachim Streubel, Friedrich Ettel, Robert Müller
Foto Quelle: DIF
Über rund zwei Jahrzehnte hinweg war Heinrich George bis 1945 im deutschen Film als Schauspieler eine feste Größe. Aber nur ein einziges Mal fungierte er dort auch als Regisseur: Bei diesem Binnenschifferdrama, das die altbekannte Fabel von den Gefährdungen der Großstadt (welche dort gerade für unbedarfte Gemüter aus der Provinz lauern) eindringlich ausmalt. Als sein Schleppkahn in Berlin ankert, rettet der Kapitän Henner Classen eine junge Frau aus einem Hafenbecken. Bei ihr handelt es sich um ein „leichtes Mädchen“, das vor „schweren Jungs“ geflüchtet war. Schnell erkennt sie die Gelegenheit, den einfach gestrickten Schiffer zu bezirzen und für ihre Zwecke einzuspannen. Der verfällt ihr ebenso rasch, will sie sogar an Bord holen und riskiert dafür ein Zerwürfnis mit seiner Ehefrau, mit der er dort, zusammen mit dem gemeinsamen kleinen Sohn, lebt. Ein kaum erwachsener junger Mann, den Frau Classen auf-
genommen hatte, um ihn vor seinem trunksüchtigen Vater zu retten, greift ein.
„Schleppzug M 17“ (der in Österreich den nicht unpassenden Titel „Fleisch in Fesseln“ trug) ist ein durchwachsener Film, der freilich auch unter schwierigen Bedingungen entstanden sein soll. Viele zeitgenössische Kritiker zeigten sich verstört angesichts der kolportagehaften Geschichte und der insgesamt etwas holprigen Inszenierung. Erst spätere Generationen erkannten die großartige Gestaltung einzelner Sequenzen (vor allem Berliner Stadt- und nächtlicher Hafenszenen) sowie Georges eindrucksvolles Spiel, auf das er sich freilich mehr konzentriert zu haben schien als auf die Führung seiner Kollegen.
Als Frau Claassen stand Berta Drews, die Heinrich George im Jahr des Filmdrehs 1932 geheiratet hatte, erstmals vor der Kamera.
Die Femme fatale spielte (ein weiteres Mal) Betty Amann, die eine ähnliche Rolle auch schon in dem 1929 entstandenen Stummfilm „Asphalt“ verkörpert hatte (einer unserer Berlin-Film-Raritäten des Monats November 2015, die wir im August 2025 nochmals präsentiert haben). Wie zahlreiche andere Künstler, die an „Schleppzug M 17“ beteiligt waren, konnte auch sie ihre Karriere im deutschen Film nach der Machtübergabe an die Nazis nicht fortsetzen.
Bei wenigen Nachaufnahmen fungierte Werner Hochbaum als Regisseur. Er soll auch die Endfertigung des Films geleitet haben.
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© Cosima Filmtheater Berlin. All rights reserved. | Programming & Design: Uli Schmidt
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