COSIMA FILMTHEATER
12159 Berlin
U- und S-Bahn Bundesplatz
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Montag, den 06.04.2026:
11:00 Cosima:
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17:30 Cosima:
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Berlin-Film-Katalog präsentiert nochmals
Entlassen auf Bewährung (1965)
Entlassen auf Bewährung
... nur am Montag, 20. April um 17.30 Uhr im Cosima-Filmtheater!
Montag 20.04.
DDR 1965 – 90 Min. – Schwarzweiß
R: Richard Groschopp
B: Gert Billing, Richard Groschopp
K: Rolf Sohre – M: Günter Hauck
Mit Heinz Klevenow, Angelica Domröse, Helga Göring, Krista-Siegrid Lau, Volkmar Kleinert, Erik Veldre, Gudrun Ritter
Fotos Quelle: DEFA-Stiftung-Waltraut Pathenheimer
Richard Groschopps „Entlassen auf Bewährung“ wird gemeinhin bloß als lose Fortsetzung seines bekannteren Films „Die Glatzkopfbande“ (1962) beachtet. Womöglich war diese Geringschätzung – und die (fälschliche) Einordnung als „nur ein Krimi“ sowie der Umstand, daß der Film Ende 1965 aus den Kinos schon wieder weitgehend verschwunden war – auch ein wesentlicher Grund dafür, daß „Entlassen auf Bewährung“ der Verbotswelle entging, die auf das berüchtigte 11. Plenum des ZK der SED folgte, das kurz vor Weihnachten 1965 stattgefunden hatte.
Denn in dem Ost-Berlin der damaligen Gegenwart, in das der junge Protagonist dieses Films (Heinz Klevenow) auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen wird, ist er die gesamte Zeit über weitgehend auf sich allein gestellt. Staatliche Unterstützung gibt es über die Zuweisung eines Arbeitsplatzes und eines möblierten Zimmers hinaus kaum, von „entwickelten sozialistischen Persönlichkeiten“ ist wenig zu sehen. Im Gegenteil werden die meisten Menschen von Mißtrauen, Mißgunst, Vorurteilen, Egoismus, Materialismus, auch Standesdünkeln bestimmt. Die einzige Person, die zu dem jungen Mann hält, ist seine Freundin (Angelica Domröse) – die sich so aber nicht ihrer Weltanschauung wegen verhält, sondern nur aus Liebe. Und auch dieser jungen Frau steht niemand helfend zur Seite. Die Vertreter von Justiz und Polizei wirken unnahbar, von der allmächtigen Partei ist schon gar nichts zu sehen. Weitgehend könnte sich die Geschichte genauso gut im Westen abspielen.
Dem damaligen internationalen Filmtrend entsprechend, ist das Ende recht offen – womit auch das negative Verhalten der allermeisten Figuren nicht dadurch „entschärft“ wird, daß man deren Wandel zum Besseren zeigt: Die DDR bleibt ein ungemütlicher Ort mit nur ganz wenig, ganz vager Hoffnung.
So ist „Entlassen auf Bewährung“ ein typischer Vertreter der um einen konstruktiv-kritischen Blick auf die DDR-Gegenwart bemühten DEFA-Produktionen jener Jahre und jener zaghaften Liberalisierung, die nach dem Mauerbau eingesetzt hatte und Ende 1965 schon wieder abgewürgt wurde.
Wir zeigen den Film anläßlich des 85. Geburtstags von Angelica Domröse, den diese am 4. April feiern kann. Bereits am Ostermontag, 6. April 2026 um 17.30 Uhr präsentieren wir Günther Reischs Gauner-Tragikomödie Ein Lord am Alexanderplatz, in dem sie 1966/67 eine Hauptrolle spielte, an der Seite von Erwin Geschnonneck, Armin Mueller-Stahl und Monika Gabriel.
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© Cosima Filmtheater Berlin. All rights reserved. | Programming & Design: Uli Schmidt
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