COSIMA FILMTHEATER
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Eva Lichtspiele
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Der neue Film von Christoph Hochhäusler - Berliner Schule!
Ein düsterer Gangsterfilm über Verrat, Macht und tödliche Entscheidungen.
Der Tod wird kommen
...Am Montag im Cosima-Filmtheater !
Montag 23.03.
In „Bis ans Ende der Nacht“ bezog sich Christoph Hochhäusler noch auf das Kino von Rainer Werner Fassbinder, im Nachfolger „Der Tod wird kommen“ steht der französische Gangster-Film im Stile Jean-Pierre Melvilles Pate. Auf französisch gedreht, was zur Distanzierung beiträgt und für einem kalten Film sorgt, der mehr mit dem Kopf als mit dem Bauch oder gar dem Herz gedreht scheint.
Brüssel, der Kurier Yann (Pitcho Womba Konga) wird von der Polizei gestoppt, das unter einem Gemälde versteckte Geld entdeckt. Es gehörte Charles Mahr (Louis-Do de Lencquesaing), dem schwer kranken Gangsterboss der Stadt, der seinen Rivalen Patric de Boer (Marc Limpach) als Schuldigen ausgemacht hat. Spätestens nachdem der auf Kaution freigelassene Yann ermordet wird, sinnt Mahr auf Rache.
Er heuert die Auftragskillerin Tez (Sophie Verbeeck) an, die zu ermitteln beginnt. Die blinde Bordellbesitzerin Mela (Delphine Bibet) liefert Hinweise, doch die Spuren sind verwirrend. Bald wird auch Tez verfolgt und findet sich in einem kaum durchschaubaren Geflecht von Intrigen und Verrat.
Um Blicke, um das Sehen geht es in den Filmen von Christoph Hochhäusler oft, um Wahrheiten, die Figuren nicht erkennen, um Realitäten, die ignoriert werden. All das eingebunden in Filme, die deutlich als Zitate, als Hommagen an große Genrevorbilder gedacht sind: Mal war das amerikanische Paranoia-Kino der 70er Jahre Inspirationsquelle, mal das Kino Rainer-Werner Fassbinders, immer das französische Gangster-Kino um Jean-Pierre Melville, der auch Thomas Arslan prägte, einen der anderen Regisseure der Berliner Schule.
Es ist Zufall, dass auch in Arslans letzten Film „Verbrannte Erde“ ein Gemälde eine wichtige Rolle spielt, andererseits passt es zur Art eines Filmemachens, das nicht zuletzt als Spiel mit Zitaten funktioniert. Bei Hochhäusler heißt das Gemälde „Hecuba blendet Polymnestor“, stammt vom italienischen Maler Giuseppe Maria Crespi und zeigt eine Variation der klassischen Sage. Im Film selbst wird als das nicht erwähnt, man kann es wissen oder auch nicht, wie so viele der literarischen, kunsthistorischen und vor allem filmischen Verweise.
Erkennt man die Verweise mag „Der Tod wird kommen“ als cleveres, komplexes Spiel mit Zitaten funktionieren, die Hochhäusler Expertise belegen. Tut man das nicht, bleiben die Figuren selbst übrig.
Unter diesen Umständen dauert es nicht sonderliche lange, bis die abgebrühte Tez in einen Sumpf aus Lügen und Intrigen gerät und aus der Jägerin schließlich die Gejagte wird.
Angelehnt an Friedrich Schillers „Die Bürgschaft“.
(programmkino.de und filmstarts.de)
https://www.wfilm.de/der-tod-wird-kommen/inhalt/
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© Cosima Filmtheater Berlin. All rights reserved. | Programming & Design: Uli Schmidt
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